Demenz fordert die ganze Familie heraus - Lernen Gestik, Mimik und Körpersprache zu verstehen

Sich selbst bleiben zu können und sich selbstbestimmt und selbstwirksam erleben zu dürfen, braucht Nähe und Bindung zu den Menschen, denen man sich zugehörig fühlt. Nur so darf alles wahr sein und bleiben, was eben nun einmal gerade wahr ist. Ganz egal, was das in diesem Augenblick bedeuten mag. Sonst führen Hemmungen und Scham sehr schnell zu Vermeidungsverhalten und emotional beladenen Auseinandersetzungen oder aber zu Rückzug und Depression. Mit Nähe und Bindung kann man lernen, diese tragische Erkrankung auszuhalten.

 

Es werden neue Wege zu gelingender Kommunikation gebraucht

Die Betroffenen leiden besonders darunter, dass sie sich nicht mehr zuverlässig mitteilen können und die eigene Umwelt nicht mehr verstehen. Das verunsichert in der Tiefe und macht Angst. Gefühle wie Scham und Wut, Trauer und Verzweiflung führen zu herausforderndem Verhalten, wenn es keinen geschützten Raum gibt, indem sie ausgedrückt und verstanden werden können. Allein sich überhaupt zu offenbaren, erfordert schon sehr viel Mut. Wenn sich dann aber zusätzlich mit fortschreitender Erkrankung Ausdrucksfähigkeit, Sprechvermögen und Sprachverständnis reduzieren, wird es nur noch schwerer sich jemandem zu öffnen. Das zieht einen enormen Leistungsdruck, Versagensängste und große Hemmungen nach sich. 

Wen wundert es da, dass Menschen mit Demenz oft dort, wo eigentlich Nähe gebraucht würde, starr an alten Rollenmustern festhalten oder Widerstand leben. Das Vermeidungsverhalten stellt die Empathie- und Kommunikationsfähigkeit ihrer Umwelt vor große Herausforderungen. Es wird eine Fassade aufgebaut, die nur schwer zu durchdringen ist.

Wenn jedoch das gegenseitige Verständnis gelingt, kann dem Wesen der betroffenen Menschen achtsam und wertschätzend entsprochen werden. Verbale und nonverbale Schulungen zum besseren Verständnis bringen kreative Möglichkeiten für alle Beteiligten. Sie entlasten und bringen mehr Lebensqualität. Mit Nähe und Bindung kann über alle Stadien der Erkrankung ein guter Kontakt zueinander gehalten werden. Dieser geht weit über das gesprochene Wort hinaus und trägt bis hin zu einer emphatischen Sterbebegleitung. Denn ein Herz wird nicht dement.

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